Olympiablog Willkommen im Bauerfeind-Olympiablog. Hier erfahrt ihr ab sofort die neuesten Nachrichten aus Vancouver und Whistler. Wir sind mit einem Team aus Orthopädietechnikern in den Olympischen Dörfern und im Deutschen Haus vor Ort, um Athleten im Verletzungsfall mit unseren Produkten, wie Bandagen und Orthesen, zu helfen. Viel Spaß beim Lesen!

02. März 2010 von Christian Olympiablog Autor Christian - 3 Kommentare

Abschied von Kanada

Hallo Sportfreunde,

ich sitze gerade am Flughafen Vancouver und lasse gedanklich die vergangenen vier Wochen an mir vorbeiziehen. Es waren unglaublich viele Eindrücke, die ich gewonnen habe: Die Millionenmetropole Vancouver, die 10.000-Einwohner-Stadt Whistler inmitten der Coast Mountains, das Olympische Dorf, die Poliklinik, Athleten aus aller Welt, Wettkämpfe, Wölfe und natürlich die Stimmung und Ausgelassenheit der Kanadier. Dass sie im Eishockey gegen die USA gewonnen und insgesamt die meisten Goldmedaillen geholt haben, freut mich sehr. Die Kanadier waren wirklich gute Gastgeber und auch zwei Tage nach den Spielen sind noch freundliche Volunteers am Flughafen im Einsatz, um zu helfen.

Hilfe leisten konnten auch die Bauerfeind-Orthopädietechniker mit Bandagen, Orthesen und Kompressionsstrümpfen. Die Produkte „Made in Germany“ kamen knapp 400 Mal zum Einsatz. Dazu waren die Kollegen im Deutschen Haus sowie in den beiden Polikliniken der Olympischen Dörfer von Vancouver und Whistler unterwegs.

Nicht nur da, sondern überall sind die „Inukshuk“ genannten Steinfiguren zu sehen, deren Silhouette das Olympia-Logo von Vancouver ziert. Mittlerweile haben wir auch gelernt, sie zu bauen. In diesem Fall (siehe Foto) war Ian der Schöpfer des Inukshuk.

Gleich begebe ich mich zum Abfluggate. Während am gestrigen Hauptflugtag der Vancouver International Airport mit 39.000 Fluggästen einen Rekord verzeichnete, ist es heute entspannt. Auf geht’s nach Deutschland!

Mit olympischen Grüßen aus Vancouver

Christian

02. März 2010 von Lars Olympiablog Autor Lars - 2 Kommentare

Normalität

Unglaublich, dass in Vancouver einen Tag nach der Schlussfeier der Olympischen Spiele schon wieder Normalität eingekehrt ist. Die Stadt ist fast ruhig, vergleicht man sie mal mit dem Gesicht, mit dem sie sich gestern noch präsentiert hat.
Mein Tag heute war geprägt von letzten organisatorischen Dingen und der Abreise des Großteils unserer Bauerfeind-Mannschaft. Einzig Christian und ich sind noch da und wir werden uns morgen Vormittag auf den Weg zum Flughafen machen – in der Hoffnung, dass der Großteil der Olympiagäste bereits abgereist ist.
Wir freuen uns auf Deutschland – unser Zuhause. So schön Kanada auch sein mag, so nett die Leute auch sind, Heimat ist eben Heimat!
In diesem Sinne: Viele (letzte) Grüße aus British Columbia in das schönste Land der Welt!
Lars

27. Februar 2010 von Lars Olympiablog Autor Lars - 0 Kommentare

Schlussspurt

27 Tage sind es nun, die ich hier in Vancouver und Whistler verbracht habe. Die Zeit verging so schnell, dass ich es kaum fassen kann…
Bevor ich am Dienstag in den Flieger steige, gibt es aber noch einiges zu erledigen.
Im Deutschen Haus muss die Service-Station abgebaut, eine Inventur gemacht und alles Equipment verpackt werden.
In den Olympischen Dörfern steht ähnliches an. Die verbleibenden Produkte werden allerdings von VANOC gezählt und zum Versand fertig gemacht.
Gesendet werden diese an unseren kanadischen Distributoren Galien, der die Produkte abnehmen wird.
Am Montag wird dann der Großteil des Teams abreisen, lediglich Christian und ich halten noch einen Tag länger durch, falls es noch etwas zu erledigen gibt.

Ich muss sagen, dass ich mich auf Deutschland freue und ich hoffe, dass dort kein Schnee mehr liegt… ;-)

In diesem Sinne

Lars

27. Februar 2010 von Jörg-Paul Olympiablog Autor Jörg-Paul - 1 Kommentar

Kanadische Deutschland-Fans

Hey,

wenn man so wie wir als „Friend of the Games“ für die Athleten aller Nationen im Olympischen Dorf da ist, spielt es irgendwann kaum noch eine Rolle, aus welchem Land die Sportler kommen. Ich verfolge dann den Wettkampf des verletzten Olympioniken und sympathisiere mit ihm. Ist ja klar, dass man wissen will, wie es ausgegangen ist. Beim Eishockeyspiel Weißrussland gegen Deutschland war ich jedoch hin- und hergerissen. Ich bin großer Eishockeyfan und natürlich für die Deutschen. Aber am Vortag des Matches habe ich verletzte Spieler aus Weißrussland mit Bauerfeind-Produkten ausgestattet, sodass sie aufs Eis konnten.

Das Ende ist bekannt: Deutschland verlor. Traurig für alle Fans – auch für die, die ich auf der Straße mit riesiger Deutschlandfahne und Deutschlandtrikots traf. Ich sprach sie an und sie verstanden kein Wort. Sie konnten gar kein Deutsch, denn es waren Kanadier. Unglaublich! Ich fragte sie natürlich, warum sie dann unsere Eishockeymannschaft so unterstützen. „Weil wir Dein Land so cool finden“, lautete die überraschende Antwort. Ich war echt überrascht und irgendwie richtig stolz!

26. Februar 2010 von Hemke Olympiablog Autor Hemke - 1 Kommentar

Nono dia em Canadá

O tempo hoje está triste, mas na cidade Olímpica o clima está ótimo.

Trabalhando num time com muita disciplina. A equipe é formada com diversos especialistas como fisioterapeutas, médicos, técnicos, etc. Eles vem de vários países, como Canadá, Austrália, Alemanha, Brasil e Holanda. Na clínica conheci um fisioterapeuta do Brasil. Ele é gente fina. Ele trabalha bastante na clínica. O Brasil tem 5 atletas em Vancouver que praticam o esporte  snowboard, alpine skiing e cross country. Mateus tem muito problema no joelho quando ele pratica um esporte. Ele ganhou uma GenuTrain (para estabilizar o joelho) para poder praticar esporte.

Mateus Mendes: “Queria dizer que os produtos da Bauerfeind sao senciacionais, o melhor que ja vi!”

Atenciosamente,

Hemke van der Zwaag

técnico ortopédico da Holanda

26. Februar 2010 von Jürgen Olympiablog Autor Jürgen - 0 Kommentare

Riesenempfang für die Deutschen

Hallo liebe Freunde in der Heimat,

herzliche Grüße aus Kanada! Das letzte Olympiawochenende steht bevor. Die Zeit ist hier wie im Fluge vergangen. Manchmal weiß ich nicht, welcher Tag ist. Die Servicestation hat nach wie vor sehr guten Zulauf – vor allem in den Abendstunden. Jetzt nehmen sich auch Athleten und Trainer richtig Zeit für Gespräche. Viele Wettkämpfe sind beendet und man sieht, wie die Anspannung von ihnen fällt. Da wird gescherzt und gelacht und über die Ergebnisse diskutiert. Ein Großteil der Sportler fliegt am Montag zurück nach München, denn da ist am 2. März ein großer Empfang der deutschen Olympiamannschaft geplant. So etwas gab´s noch nie und ist wohl eine Aktion in Hinblick auf die Olympiabewerbung München 2018. Egal. Ich hoffe, den Sportlern wird ein Riesenempfang von ganz vielen Leuten bereitet und der Funke von Vancouver springt über. Hier herrscht eine unbeschreibliche Olympiabegeisterung, die mir echt Gänsehaut verursacht. Die Straßen und Plätze sind voll. Überall feiern Olympiafans gemeinsam und feuern alle Sportler an. Die Kanadier sind patriotische Gastgeber. Aber immer fair!

Für uns gilt es, langsam den Abbau zu organisieren und alles wieder für den Rücktransport klar zu machen. Ich mag gar nicht daran denken, dass mein erster Olympiaeinsatz schon bald vorbei sein soll.

Euer Jürgen!

26. Februar 2010 von Volker Olympiablog Autor Volker - 0 Kommentare

Die Welt ist ein Dorf

Hallo zusammen,

viele Kanadier arbeiten hier während der Spiele als Volunteer. So auch Rosi. Rosi ist gut bekannt mit meiner Frau, die aus Vancouver stammt. Dass Rosi als Helfer im Olympischen Dorf die deutsche Mannschaft betreut, hätte ich jedoch nie erfahren. Doch Rosi traf in der Poliklinik auf Jörg und erkannte, dass er für Bauerfeind tätig ist. „Kennst Du Volker Bister“, fragte sie ihn einfach. Jörg bejahte und der Kontakt war hergestellt.

Der Kreis schloss sich jetzt, als Rosis Schwester uns in der Servicestation im Deutschen Haus besuchte. Rosis Schwester ist nämlich Chiropraktikerin und schon rein beruflich an unseren Bandagen interessiert.

26. Februar 2010 von Christian Olympiablog Autor Christian - 1 Kommentar

Das Cornflakes-Geständnis

Simone verriet aller Welt von ihrer Cornflakes-Leidenschaft. Ich muss mich dazu auch zu Wort melden. Nein, ich bin nicht süchtig, aber ich bekenne mich schuldig. Schuldig daran, dass Simone so auf diese Apple Brown Sugar Cornflakes abfährt!

Der Grund ist ganz einfach: Am ersten Abend in Vancouver hatte ich noch Hunger und ging einkaufen. Für Simone brachte ich eben diese Cornflakes mit. Seitdem… Ihr habt selbst gelesen.

Ich frage mich schon, wie wir Simones Arbeitspensum ohne genau diese Cornflakes in Deutschland aufrecht erhalten können. Ich werde mich mal beim Zoll erkundigen… ;-)

 Guten Hunger!

25. Februar 2010 von Simone Olympiablog Autor Simone - 7 Kommentare

Apple Brown Sugar Cornflakes

Hallo liebe Leute,

ich habe hier in Vancouver etwas angefangen, das zum Problem werden könnte und mich immer mehr beschäftigt (auch nachts), je näher die Abreise heranrückt. Ich esse seit meiner Ankunft am 1. Februar Cornflakes. Aber es sind nicht einfach irgendwelche Frühstücksflocken. Nein, es sind die leckersten, knackigsten, delikatesten, ja einfach allerbesten Cornflakes der gaaaanzen Welt.

Es handelt sich um ein kulinarisches Teufelszeug mit Haferflocken, Weizen, Apfelstückchen und braunem Zucker von ganz besonderer Qualität. Denn auch wenn man die Cornflakes beim Schreiben mal aus Versehen länger stehen lässt, verlieren sie nichts an ihrer geschmacklichen Qualität. Herkömmliche Flakes saugen die Milch auf, sehen dann wie unappetitlicher Brei aus, fühlen sich im Mund auch so an und schmecken entsprechend pappig. Nicht so meine Olympia-Cornflakes mit Apple Brown Sugar. Sie saugen die Milch natürlich auch auf, schmecken aber immer uneingeschränkt lecker. Ich esse die Cornflakes selbstverständlich jeden Morgen. Und immer mal zum Mittag. Auch zwischendurch, wenn ich im Apartment bin. Mitunter als klitzekleine Nachspeise zum Abendbrot. Sie helfen außerdem nachts, wenn ich mal nicht schlafen kann.

Von einigen Katzenfutter-Sorten wird ja gemunkelt, dass sie Geschmacksverstärker enthalten, die die vierbeinigen Raubtiere geradezu süchtig machen und ihre Besitzer in pure Verzweiflung stürzen. Die Biester verschmähen fortan nämlich hartnäckig das Futter aus dem Discounter. Zutiefst traurig und völlig verunsichert stehen sie vor ihrem vollen Napf und gucken einen mit großen Augen an. Weil die armen Tiere nicht verhungern sollen, nehmen die Katzeneltern die Mehrausgaben für den Luxusfraß seufzend in Kauf.

Bei mir ist das etwas anderes: Ich habe meinen Heißhunger absolut im Griff. Alles unter Kontrolle. Ich bin NICHT ABHÄNGIG von kanadischen Cornflakes. Auf KEINEN FALL. Aber ich darf ja wohl mal überlegen wie so sieben, acht Päckchen durch den Zoll zu kriegen sind!

Schlaflos aus Vancouver grüßt Simone.

24. Februar 2010 von Dirk Olympiablog Autor Dirk - 1 Kommentar

Völkerverständigung

Hi Sportfreunde,

nachdem jetzt schon 60 von 86 Medaillenentscheidungen gefallen sind, leeren sich die Olympischen Dörfer. Viele Athleten fahren entweder nach Hause oder verbringen die restlichen Tage in Vancouver, das wesentlich größer ist. Hier in Whistler ist das deutlich zu merken. Es herrscht einfach weniger Trubel im Olympischen Dorf. Von der Poliklinik und den Versorgungen kann man das nicht sagen. Ian und ich haben noch gut zu tun. Wir stehen in Kontakt mit den Mannschaftsbüros von zum Beispiel Frankreich, Schweiz, Spanien, Norwegen, Schweden, USA und natürlich Deutschland.

Unsere Athletinnen und Athleten haben sich wirklich gut geschlagen und das Feiern ihrer Erfolge verdient. Das tun sie meist im Deutschen Haus, weil sie sowieso zur Pressekonferenz vor Ort sind. Die Räumlichkeiten wurden extra für die deutsche Dependance umgebaut und mit bayerischem Flair ausgestattet. Um das Kufenstüberl unseren kanadischen Freunden aus der Poliklinik näherzubringen, luden wir Greg (Medical Supervisor Therapy) und Ted (Physiotherapeut) zum bayerisch-kanadischen Abend ein. Den eröffnete der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer. Also gleich auch etwas Prominenz für unsere Freunde, auch wenn Herr Seehofer hier unbekannt ist. ;-)

Mit bayerischer Musik, Tanz und typischem Essen fand der Abend großen Gefallen bei Greg und Ted. Dass zusätzlich noch Vertreter der First Nations anwesend waren, krönte das Ganze.

Dennoch drücke ich vorrangig dem deutschen Team die Daumen und verabschiede mich für heute mit: Go, Germany, Go!

Euer Dirk