Der Tiefpunkt nach 800 Metern

Ein Sturz und ein kleines Wunder
People
9. Januar 2016
Sie war TV-Journalistin, Sportmodel und eine der besten Bergläuferinnen und Skitourenrennläuferinnen Deutschlands. Dann widerfuhr Gela Allmann ein Unglück, das fast alles in ihrem Leben änderte. Eines blieb jedoch: Ihre positive Einstellung und ihr Kampfgeist. Dadurch konnte sie sich bemerkenswert schnell wieder zurückkämpfen.

Es war ein sonniger Tag im April 2014. Gela Allmann stand als Model für ein Fotoshooting vor der Kamera. Die Kulisse: ein Berggipfel in Island, 1.000 Meter über dem Meeresspiegel. Es war der Tag, an dem das Leben der Powerfrau eine katastrophale Wende nahm. Gela Allmann war eine erfolgreiche Bergsportlerin, die beim Sport den meisten Spaß hatte, wenn es extrem anstrengend wurde. Ihre Leidenschaft: Berglaufen und Skibergsteigen. Sportarten, bei denen nicht nur die vielen Höhenmeter den Körper fordern, sondern auch Technik und Geschicklichkeit auf den Trailpfaden hinzukommen. Für Gela Allmann und ihren Ehrgeiz genau das Richtige, aber nicht genug. Neben ihren sportlichen Erfolgen arbeitete sie zudem als TV-Reporterin und als Sportmodel.

ICH WOLLTE NUR NOCH BEWUSSTLOS WERDEN

Während eines Fotoshootings im April machte die ambitionierte Bergsportlerin plötzlich einen falschen Schritt und stürzte in die Tiefe. Ungebremst schlitterte Gela den Hang hinab – 800 Meter tief. Das Fatale: Die Schneedecke war durch die bisher kurze Sonneneinstrahlung noch nicht aufgetaut und somit steinhart. Eine Möglichkeit, den Fall zu bremsen, gab es für Gela also nicht. Mit jedem Meter, den sie den vereisten Berg weiter runterstürzte, beschleunigte sich ihr Fall. Nach etwa 150 Höhenmetern stürzte sie über einen Felsvorsprung und überschlug sich mehrere Male. Die Wucht, die sie weiter in die Tiefe riss, war unermesslich.

„Ich habe gespürt, wie mein Körper immer wieder auf den total vereisten Hang schlug. Ich hatte jegliche Kontrolle verloren und wollte nur noch bewusstlos werden.“ Gela spürte jeden einzelnen Knochenbruch. Sie nahm im Sturz wahr, wie Sehnen, Bänder und Muskeln in ihrem Körper rissen. Unvorstellbare Schmerzen durchfuhren sie!

SCHWER VERLETZT, ABER AM LEBEN!

Wenige Meter vor der Abrisskante eines etwa 100 Meter hohen Cliffs schaffte es Gela Allmann jedoch, mit letzter Kraft zu stoppen, bevor sie in den eiskalten Fjord gestürzt wäre. Das Gelände war hier unten deutlich flacher und der Schnee bereits leicht aufgetaut. Irgendwie gelang es ihr, den linken Fuß und die rechte Hand in die Schneedecke zu rammen.

Schwer verletzt lag sie am Boden: „Mein ganzer Körper brannte mit einem Mal vor Schmerzen. Ich war mir hundertprozentig sicher, dass ich das nicht überleben würde!“, erzählt sie im Rückblick auf die Situation. Wäre sie in den Fjord gestürzt, hätte das Unglück wirklich ihr Todesurteil bedeutet.

DER WEG ZURÜCK

Gela Allmann ist jedoch eine Kämpfernatur. Bereits nach einer Woche hatte sich ihr Zustand derart stabilisiert, dass sie ins Münchner Klinikum rechts der Isar geflogen werden konnte. Direkt nach dem Unfall muss sie zunächst weitere sechs Operationen über sich ergehen lassen. Aber das Unglaubliche passiert: Nach sage und schreibe zwei Wochen fängt sie mit der Reha an. Ihr Motto aus dem Sport gilt nun für alle Bereiche ihres Lebens: „Biting, biting, biting!“

So jedoch lautete die immer noch katastrophale Diagnose:

ein Trümmerbruch in der linken Schulter. Gerissenes Kreuzband, Innenband und Meniskus im linken Knie sowie eine komplette Sprengung des rechten Kniegelenks: Hier waren Meniskus, Knorpel, beide Kreuzbänder und das Außenband gerissen und der Schienbeinkopf zertrümmert. Im rechten Bein waren zudem sämtliche Muskeln, Bänder und Sehnen gerissen sowie der Peroneusnerv und die versorgende Hauptarterie. Wegen der damit verbundenen Blutung war dies auch die schwerwiegendste Verletzung. In der neunstündigen Notoperation in einem Klinikum in Reykjavik befürchteten die Ärzte zunächst, das Bein amputieren zu müssen.

VON JETZT AN ZÄHLT NUR NOCH BITING, BITING, BITING!

Seit April 2014 kämpft sich Gela Allmann zurück zu alter Stärke. Sie durchlebte dabei Höhen und Tiefen, musste viele weitere Operationen und eine Nerventransplantation überstehen. Doch eines verlor sie nie: ihren Mut und den Willen, niemals aufzugeben. Vier Monate nach dem schrecklichen Unfall steht Gela wieder auf einem Berggipfel – diese Powerfrau ist nicht zu bremsen!

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