Farbe für den Neuanfang

Hell, freundlich, bunt: Irina setzt im neuen Haus farbige Akzente.
Selbstverwirklichung
13. März 2019
Vor wenigen Monaten zog Irina Goßler mit ihrer Familie in das erste eigene Haus. Bei der Wandgestaltung gab sie sich besonders viel Mühe. Farbe stand für die Modedesignerin hierbei im Fokus.

Umzug ins Eigenheim

Mehr Platz für ein eigenes Atelier, ein Büro und ein eigener Garten, in dem die beiden Töchter spielen können: Das waren die Hauptgründe für Irina und ihren Mann, sich den Traum eines eigenen Hauses zu erfüllen. Die Entscheidung fiel ihnen trotzdem nicht leicht: „Ein Eigenheim ist etwas ganz anderes als eine Mietwohnung. Man muss sich für die Kosten und die Verantwortung, die damit einhergehen, entscheiden“, sagt Irina. „Da nimmt man einiges auf sich.“

Bereut hat sie den Schritt trotzdem nicht. „Es ist schon so richtig unser gemeinsames Nest, in das wir viel Planung gesteckt haben.“ Vor allem beim Innenausbau machte das Paar viel selbst: Irinas Mann verlegte etwa die Elektrik, sie strich alle Wände.

Liebe fürs Detail

Irina war es wichtig, dass sie und ihre Familie sich im neuen Haus von Anfang an wohlfühlen. Farben gehören dabei für sie einfach dazu. In jedem Raum gibt es mindestens eine Wand, die sie farbig gestrichen hat. „In unserer alten Wohnung war lange alles weiß, irgendwann habe ich das nicht mehr ausgehalten“, berichtet sie. „Aber mein Mann hatte Angst, Farbe an die Wand zu bringen, deshalb wurden es damals nur ein schlichtes Beige und Braun.“ Im neuen Haus erstrahlen die meisten Wände in zurückhaltenden Pastelltönen, aber auch ein knalliges Türkis sowie ein leuchtendes Senfgelb schmücken einzelne Wände und setzen so farbige Akzente.

Bei der Auswahl der Farben ist Irina mit viel Liebe fürs Detail vorgegangen: „Ich habe mir zunächst Farbkarten im Baumarkt besorgt und mich informiert, welche Farben es gerade so gibt“, beschreibt sie ihre Vorgehensweise. „Dann habe ich mir die Magazine verschiedener Farbhersteller angeschaut und mich von deren Beispielen inspirieren lassen. Auch das Konzept der Wohn- und Farbpsychologie hat geholfen. Schließlich habe ich ein Moodboard für jedes Zimmer erstellt, bevor ich mich für einen Farbton entschieden habe.“

Wohlfühlfaktor Farbe

Dabei achtet Irina darauf, dass alle Farbtöne warm und hell sind, die in ihrem Haus zum Einsatz kommen. „Licht und Farbe wirken sich sehr auf meine Stimmung und mein Wohlbefinden aus“, erläutert sie. „Im Winter, wenn alles dunkel und grau ist, geht es mir immer schlechter als im Sommer.“ Mit den freundlichen, warmen Farbtönen wirkt sie der winterlichen Tristesse draußen entgegen und schafft so einen Wohlfühlort für die ganze Familie.

Ich habe immer das Gesamtbild im Blick.

So viel Begeisterung für Farben zeigt Irina schon seit ihrer Jugend, und das nicht nur bezogen auf Wandfarben: „Damals habe ich mich sehr bunt gekleidet. Vor allem knallige Kontraste fand ich großartig“, erzählt sie. Inzwischen habe sich das zum Glück gemäßigt. Farben findet Irina aber immer noch klasse. Im Studium zur Design-Ingenieurin hat sich ihr Blick dafür noch mal geschärft: „Farben sind ein großer Bestandteil des Objekts“, erklärt sie. „Mit Farben kann man bei Outfits tolle Akzente setzen.“ Bei ihrem eigenen Modelabel Kira Kaela kommen eher schlichte Farbtöne zum Einsatz, denn Irina designt Brautmoden im eigenen Atelier. Aber auch hier kommt es auf die Details und die perfekte Abstimmung der verschiedenen Farbtöne an. „Ich habe immer das Gesamtbild im Blick – genau wie bei den Räumen in unserem Haus“, sagt sie.

Ich habe ein Bild meiner perfekten Wohnung, und so möchte ich es dann auch haben.

Wenn das Gesamtbild im Haus doch noch nicht ganz stimmig ist, nimmt Irina auch gerne ein zweites Mal den Farbpinsel in die Hand. „Ich habe ein Bild meiner perfekten Wohnung vor Augen, und so möchte ich es dann auch haben“, sagt sie. „Wenn dieses Bild nicht stimmig ist, dann ist das wie ein Sandkorn im Getriebe.“ Vor allem für den Neuanfang im eigenen Haus ist es ihr wichtig, dass alles perfekt ist. „Für mich ist klar: Hier werde ich alt. Deshalb möchte ich es auch so haben, wie es mir gefällt.“