Höher, schneller, weiter

Der Berg ist ihr Zuhause, der Gipfel das Ziel
People
2. November 2016
Angelika Allmann – Sportwissenschaftlerin, gefragtes Sportmodel und erfolgreiche Sportlerin. Sie zählt zu den besten Trailrunning- und Skitourenläuferinnen in ganz Deutschland. Eine außergewöhnliche Frau mit enormer Willensstärke, einer Extraportion Ehrgeiz und Biss.

Sport spielt im Leben von Angelika Allmann, genannt Gela, schon immer eine große Rolle. Ob Laufen, Schwimmen oder Fahrradfahren – ihr stark ausgeprägter Bewegungsdrang treibt sie immer wieder an. Bereits im zarten Alter von vier Jahren stand die heute 31-jährige Münchnerin das erste Mal auf Skiern. Bis sie jedoch ihre beiden großen Leidenschaften, das Berglaufen und das Skibergsteigen, entdecken würde, sollten noch einige Jahre vergehen. Gelas Herz schlägt schon immer für die Berge. Sie sind ihr Rückzugsort – durchatmen und den stressigen Alltag einfach mal hinter beziehungsweise unter sich lassen. Diese Liebe führte die begeisterte Ausdauersportlerin vor gut fünf Jahren zu gleich zwei neuen Sportarten, die ihr Leben komplett auf den Kopf stellen sollten: das Berglaufen – und wenig später das Skibergsteigen.

„ICH LIEBE DIE RUHE, DAS ABSCHALTEN, AN NICHTS ANDERES ZU DENKEN, DAS EINSSEIN MIT DER NATUR, ALLEIN IRGENDWO RAUFLAUFEN UND MICH SELBST SPÜREN.“

Berglaufen ist ein extrem anspruchsvoller Laufwettbewerb in den Bergen. Das Bewältigen der großen Höhenunterschiede vom Tal bis zum Gipfel, bergauf, bergab und wieder bergauf – das ist die Herausforderung dabei. Inmitten der atemberaubenden alpinen Landschaft, auf schmalen Bergpfaden komplett auf sich allein gestellt und eins mit der Natur sein – für Gela bedeutet das maximales Glück.

BERGE SIND MEINE GROSSE LEIDENSCHAFT. WENN ICH AUF EINEM GIPFEL STEHE, FÜHLE ICH MICH FREI, UND ALLE QUALEN DES AUFSTIEGS SIND SOFORT VERGESSEN.

Der Berg ruft aber auch im Winter. Deshalb heißt es in der kalten Jahreszeit umsatteln: Trailrunning-Schuhe werden gegen Tourenski ausgetauscht und weiter geht‘s. Die Münchnerin kann sich noch gut an ihre erste Skitour erinnern. Gemeinsam mit Freunden machte sich die damals 26-Jährige auf, die schneebedeckten Berge im Alpbachtal mit Tourenski und Fellen zu besteigen. Der Aufstieg war zwar beschwerlich, einmal oben angekommen, folgte jedoch prompt die Belohnung: pures Glücksgefühl – ausgeschüttet durch körpereigenes Endorphin. Danach die Abfahrt: Abseits der präparierten Pisten im Pulverschnee wartete eine technisch anspruchsvolle Strecke auf Gela – Adrenalin pur. Nach dieser ersten Skitour war für Gela klar, dass das ihre neue Leidenschaft sein wird.

FREUNDE VON MIR HABEN MICH MIT IHRER BEGEISTERUNG FÜRS SKITOURENGEHEN ANGESTECKT. SO FING ES AN, ES PASSTE EINFACH.

Gela beginnt zu trainieren. Und sie trainiert hart. Während sich andere Menschen noch im Tiefschlaf befinden, klingelt ihr Wecker manchmal bereits um halb fünf Uhr morgens. Oft trainiert sie auch noch abends nach der Arbeit. Zehn bis 20 Stunden pro Woche verbringt sie so neben ihrem Beruf als freie Journalistin auf dem Berg. Warum man sich das antut? Die Antwort fällt Gela leicht:

DAS GLÜCKSGEFÜHL, WENN MAN SEINE GRENZEN ÜBERWUNDEN HAT UND AUF DEM GIPFEL STEHT, IST EINFACH ÜBERWÄLTIGEND.

Was folgt, sind zahlreiche Wettkämpfe. Das harte Training und ihr eiserner Wille zahlen sich aus: Gela gewinnt unter anderem den „Zugspitzlauf“, den „Kaisermarathon“ und den „Drei Zinnen Alpine Run“ in ihrer Altersklasse und landet im Skibergsteigen mehrfach auf dem Podium. Durch den Erfolg wird Gela immer bekannter: Sponsoren werden auf sie aufmerksam und sie beginnt für das Team von Dynafit Deutschland zu laufen. Auch die Werbebranche hat ein Auge auf die attraktive Bergläuferin geworfen: Gela wird immer häufiger als Model für Fotoshootings gebucht. Und es sollte auch ein Fotoshooting sein, das ihr Leben im April 2014 für immer veränderte…

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