„Kniebandagen entlasten und stabilisieren“

Gonarthrose ist nicht heilbar, eine Kniebandage gibt aber Halt.
Sich fit halten
16. November 2018
Kniebandagen und Knieorthesen können ein wichtiger Teil der Arthrose-Therapie sein. Arthrose-Patientin Jana Eckner tauscht sich darüber mit der Leiterin Produktmanagement Bandagen bei Bauerfeind, Clivia Frommhold, aus.

Clivia Frommhold: Bei Arthrose-Patienten wie dir, Jana, können Bandagen und Orthesen ergänzend zur Physiotherapie verordnet werden. Sie sind deshalb gut, weil sie im Alltag das Knie entlasten und stabilisieren. Hast du denn schon eine Kniebandage oder -orthese?

Jana Eckner: Ich besitze bereits die GenuTrain A3 und trage sie regelmäßig. Zusätzlich habe ich von meinem Orthopäden Einlagen für meine Schuhe verschrieben bekommen.

Clivia Frommhold: Sehr gut, denn die Kniebandage unterstützt dein Knie indirekt. Deine Muskulatur wird stimuliert. Dadurch hast du eine Art Neurostimulation, das bedeutet, deine Muskulatur stabilisiert sich gewissermaßen von selbst. Die Bandage fixiert dein Knie nicht, sondern es bleibt immer noch beweglich, während die Komponenten und das Gestrick den Stoffwechsel im gesamten Knie ankurbeln. Wann trägst du deine Bandage denn? Vorrangig bei der Arbeit oder auch in deiner Freizeit?

Jana Eckner: Hauptsächlich trage ich die Bandage im Berufsalltag, weil ich dort viel stehen muss.

Clivia Frommhold: Sehr gut, denn am besten wirkt die Bandage, wenn du aktiv bist. Du kannst sie auch während der Physiotherapie tragen. Spezielle Übungen, die dein Knie stabilisieren, findest du auch in unserer Therapie-App. Probiere die Bandage auch dabei mal aus. Du musst die Bandage übrigens nicht den ganzen Tag lang tragen, vier bis sechs Stunden reichen aus. Spürst du denn eine Besserung durch die Kniebandage?

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Trage ich die Kniebandage, sind meine Beine und das Knie nach einem langen Tag nicht so schwer.

Jana Eckner: Ja, ich merke, dass die Bandage meine Muskulatur entlastet. Auch der Schmerz geht etwas zurück, und vor allem sind nach einem langen Tag die Beine und das Knie nicht so schwer.

Clivia Frommhold: Bandagen können helfen, den Schmerz im Knie zu reduzieren. Bei der Auswahl der Kniebandage oder -orthese muss aber immer auch der Schweregrad der Arthrose berücksichtigt werden. In den niedrigen Arthrose-Stadien, wenn der Schmerz noch leicht ist, ist eine Aktivbandage wie die GenuTrain A3 auf jeden Fall gut. Wird der Grad der Arthrose dann schwerer, muss das Produkt auch mehr stabilisieren und unterstützen. Das Tragen einer Kniebandage sollte aber immer individuell mit dem Arzt abgestimmt werden.

Jana Eckner: Meine Gonarthrose wurde bereits in Stadium 3 bis 4 eingestuft.

Clivia Frommhold: Du wurdest auch schon operiert, oder?

Jana Eckner: Ja, genau. Bei mir wurde bereits eine Arthroskopie durchgeführt.

Clivia Frommhold: Nach einer solchen Operation eignen sich spezielle Knieorthesen, da sie mehr Halt geben als Bandagen. Allerdings sollte man sie nur für eine kurze Zeit tragen. Für die Langzeitversorgung ist eine Bandage immer besser. Bei dir ist die GenuTrain A3 meiner Meinung nach das ideal passende Produkt. Sie hat eingearbeitete Pelotten, die um dein Knie liegen und die Schmerzareale bei Bewegung massieren. Zudem wird deine Kniescheibe mittig gehalten. Die Bandage wurde wirklich spezifisch für Betroffene von Gonarthrose entwickelt und bringt eine deutliche Entlastung und Schmerzreduktion. Bei Gonarthrose im Stadium 3 bis 4 kannst du auch die SecuTec OA ausprobieren. Diese wirkt stärker korrigierend. Das solltest du jedoch auf jeden Fall vorher mit deinem Arzt besprechen.

Jana Eckner: Die Bandagen kann ich mir ja ganz einfach im Sanitätshaus kaufen – auch ohne Rezept vom Arzt. Worauf sollte ich achten, wenn ich mir eine solche Bandage kaufe? Was ist dabei besonders wichtig?

Die Bandage muss perfekt sitzen, wie eine zweite Haut.

Clivia Frommhold: Ganz wichtig ist, dass es sich um ein anatomisches Gestrick handelt. Die Bandage muss perfekt passen, wie eine zweite Haut. Deshalb ist es auch wichtig, dass dein Knie fachgerecht vermessen wird. Auf Grundlage deiner Maße sucht der Sanitätsfachhändler dann die passende Größe der Kniebandage aus. Prinzipiell muss die Bandage auch korrekt angezogen werden. Dazu sollte man von oben in die Bandage reingreifen und sie an den beiden Metallstäben, die an den Seiten eingearbeitet sind, hochziehen. Die Stäbe sind dazu da, die Bandage aufrecht am Bein zu halten. An der Oberkante hat deine Kniebandage einen Silikonrand. Der kann das Anziehen manchmal etwas erschweren. Es hilft dann, den Rand beim Hochziehen nach außen umzuschlagen. Dann rutscht die Bandage besser über die Haut. Bei manchen Bandagen, wie der GenuTrain A3, sind auch Anziehhilfen eingearbeitet.

Jana Eckner: Das Anziehen hat bei mir eigentlich immer ganz gut funktioniert. Ein anderes Thema ist aber auch die Pflege meiner Bandage: Muss ich denn beim Waschen etwas beachten?

Clivia Frommhold: Du kannst deine Kniebandage einfach bei geringer Schleuderanzahl bei 30 Grad waschen. Um das Gestrick zu schonen, empfehlen wir, die Bandage in einem Wäschesack oder einem Wäschenetz zu waschen. Verzichte auf die Zugabe von Weichspüler und lass deine Bandage an der Luft trocknen.

Jana Eckner: Den Silikonrand wische ich öfter mit einem feuchten Tuch ab, damit er wieder besser haftet.

Clivia Frommhold: Das ist auf jeden Fall ein guter Tipp. Allzu oft sollte man die Bandage auch nicht waschen.

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