Mit Bewegung gegen Rückenschmerzen

Schon kleine Schritte helfen.
Indikationen
4. März 2019
Seit zehn Jahren behandelt Susanne Gramatté, Fachärztin für Orthopädie und Chirotherapie, Patienten mit Rückenschmerzen. In kleinen Schritten bringt sie sie wieder in Bewegung – und setzt dabei auf Unterstützung durch Bandagen.

Ihre Beobachtung ist, dass immer mehr Menschen von Rückenschmerzen betroffen sind – und immer jüngere. Eine Erklärung dafür sieht Gramatté, die am Schmerzzentrum Berlin arbeitet, in der Veränderung unseres Bewegungsausmaßes: „Wir bewegen uns weniger, wir bewegen uns anders, wir sitzen anders. Wir haben uns so viele Bequemlichkeiten geschaffen, dass unsere Muskulatur nichts mehr zu tun hat.“

Darum ist ein entscheidender Pfeiler in der Therapie, die Patienten wieder in Bewegung zu bringen. Wichtig dabei ist, realistische Ziele zu setzen. „Viele meiner Patienten haben sich in den vergangenen Jahren kaum bewegt“, sagt Gramatté. „Die kann ich mit Reha-Sport nicht begeistern, das schafft nur Frustration.“

Kleinigkeiten, die nichts kosten.

Hauptsache, Bewegung

Wenn es um Bewegung geht, zählen auch Kleinigkeiten. Gramatté empfiehlt, möglichst viel Bewegung in den Alltag zu integrieren. Das geht schon früh morgens los, mit Strecken und Dehnen nach dem Aufwachen. Im Büro kann man sich eine Erinnerung einrichten, alle zwei Stunden aufzustehen und zu hüpfen oder sich zu dehnen. Für kurze Strecken sollte man das Auto stehen lassen und aufs Rad umsteigen – oder gleich zu Fuß gehen. „Das sind Kleinigkeiten, die nichts kosten. Dafür gewinnt man viel mehr dazu: Man entschleunigt und ist aufmerksamer seiner Umwelt gegenüber. Das hilft nicht nur gegen Rückenschmerzen, sondern auch gegen Stress.“

Die kleinen Dehnungen und Bewegungen im Alltag sollten am besten irgendwann so selbstverständlich sein wie Essen und Zähneputzen. „Entscheidend ist, wieder Spaß an Bewegung zu finden“, sagt Gramatté. Die Bewegung sollte dabei immer dem Schmerz angepasst sein. „Meine Patienten sollen austesten, was für sie möglich ist.“

Unterstützung durch Bandagen

Chronische Schmerzpatienten können aber nicht immer sofort mit Bewegung loslegen. Um dennoch so schnell wie möglich in die Aktivierung gehen zu können, spielen bei der Behandlung von Rückenschmerzen Bandagen eine sehr große Rolle für Gramatté. „Ich habe festgestellt, dass Bandagen wie die LumboTrain meinen Patienten mehr Sicherheit geben und sie sich schneller wieder bewegen können.“ Mit Bandagen bewegten sich die Patienten freier und nicht mehr in einer Fehlhaltung.

Auf die Befürchtung angesprochen, dass durch Bandagen die Muskulatur verkümmern könnte, winkt Gramatté ab: „Die Bandagen von heute legen die Muskulatur nicht komplett lahm – im Gegenteil, sie sorgen für mehr Durchblutung“, erklärt die Fachärztin. „Die LumboTrain hat zudem im Rückenbereich eine Pelotte mit leicht massierendem Effekt. Das entspannt die Muskulatur zusätzlich und wird von meinen Patienten als sehr angenehm empfunden.“

Bandagen sind für mich aus der konservativen Therapie nicht mehr wegzudenken.

Mit Stabilität in Bewegung kommen

Die LumboTrain verleiht den Patienten eine Stabilität, die sie vorher vermisst haben. Durch den hohen Tragekomfort schränkt sie zudem nicht zu stark ein, ist atmungsaktiv und leicht anzulegen. Ihren Patienten rät Gramatté, die Bandage immer als Hilfsmittel zu sehen und sie immer dann zu tragen, wenn sie gebraucht wird. „Eine Brille tragen Sie auch nicht nachts, wenn Sie schlafen. Darum brauchen Sie die Bandage auch nur bei den Aktivitäten, die mit Schmerzen verbunden sind und bei denen mehr Sicherheit gewünscht ist.“ Mit dem Plus an Sicherheit trauen sich Patienten auch plötzlich mehr zu. „Das ist Lebensqualität, die man wieder zurückgeben kann. Bandagen sind für mich aus der konservativen Therapie nicht mehr wegzudenken.“

Mit Sicherheit loslegen

Wenn die Lust an der Bewegung im Alltag geweckt ist, können die nächsten Schritte angegangen werden. „Es gibt so viele Möglichkeiten, auch zu Hause Übungen zu machen“, sagt Gramatté. „Gymnastik geht immer, auch im Sitzen. Und mit der App von Bauerfeind können meine Patienten im Wohnzimmer mit ihrem Smartphone trainieren.“

Nicht wenige Patienten entdecken irgendwann auch den Sport wieder für sich. Gramatté empfiehlt gelenkschonende Sportarten wie Schwimmen, Radfahren, Wassergymnastik oder Nordic Walking. Auch Yoga, Pilates zur Kräftigung der Bauchmuskulatur, Balance-Training für die Tiefenmuskulatur und Core-Training zählen zu ihren Favoriten. Wichtig sei, auf eine saubere Ausführung der Übungen zu achten. Und: „Ob im Alltag oder beim Sport: Entscheidend ist, wieder Freude an der Bewegung zu haben.“

LumboTrain®

> stützt und massiert die Lendenwirbel
> bei Schmerzen und Verspannungen
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